Grieskirchen hat schon viele Seuchen überstanden

Im Laufe der Geschichte wurde Grieskirchen schon von zahlreichen Seuchen heimgesucht. Ein kleiner Spaziergang durch den geschichtsträchtigen Ort erzählt die Geschichte von Pest, Blattern, Typhus und letztlich der aktuellen Pandemie Corona.

Coronaspaziergänge sind in Tagen wie diesen ja keine Seltenheit. Auf einen etwas anderen Spaziergang lädt uns allerdings Johann Großruck ein. Er kennt die Orte in Grieskirchen, die von Pandemien längst vergangener Zeiten zeugen. Vor allem in und um die Kirche findet man viele Hinweise auf die Seuchen der Vergangenheit.

Allein in der Kirche von Grieskirchen zeugen Gräber aber auch Heiligenstatuen von den Seuchen und Plagen der Vergangenheit. 

Schon damals, so weiß Historiker Johann Großruck zu berichten, wussten die Menschen, dass die Ansteckung über die Luft erfolgen kann. Auch so etwas wie Lockdowns gab es damals schon. Ausgenommen von den historischen Ausgangssperren waren nur die Gasthäuser und die Kirchen.

Vor allem die Heiligen galten als Mittel der Wahl, um gegen die Pest und andere Seuchen gewappnet zu sein. Impfungen kamen erst viele hundert Jahre später. Das fürsprechende Gebet war das Mittel der Zeit, wie Pfarrer Gmeiner zu berichten weiß.

Wenn heute also die Menschen auf Coronaspaziergängen so unbekümmert unterwegs sind, sollten sie vielleicht die Spuren der Vergangenheit, wie den Friedhof, die Kapelle und die Kirche auch auf dem Plan haben. Damals wie heute gilt, die Hoffnung nicht aufzugeben und – aus der Geschichte zu lernen.

Rainer Auer

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