Skiliftprojekt Engelhartszell – Zahlreiche negative Stellungnahmen für aktuelle Pläne

In der Ortschaft Stadl in Engelhartszell soll eine Skiliftanlage auf einem Südhang in 700 Metern Seehöhe von einem privaten Betreiber errichtet werden. Bei einem Lokalaugenschein machte sich Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder selbst ein Bild von dem Vorhaben. Dort soll nach den Plänen des Projektbetreibers eine Schirmbar, eine Beschneiungsanlage samt Speicherteich und ein Schlepplift errichtet werden. Notwendig dazu wäre auch die Rodung von rund zwei Hektar Wald, der auch von Gesteins- und Felsformationen durchzogen ist. „Damit dort in Stadl überhaupt ein Skibetrieb von wenigen Wochen möglich sein kann, sind neben der Errichtung baulicher Anlagen in einem großen Ausmaß und der Rodung eines wertvollen Waldes auch enorme Mengen an Wasser und Energie notwendig“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder mit den Engelhartszeller Gemeinderäten Gerald Zauner und Richard Königseder beim Lokalaugenschein in Stadl
Foto: Land OÖ

Mittlerweile liegen der Gemeinde auch schon die Fachstellungnahmen zur Widmung vor, die in großer Anzahl negativ sind. So gibt es Bedenken von der Wildbach- und Lawinenverbauung, dass sich durch die Rodung die Gefahr für Hangwasserereignisse verschärfen könnte. Die Forstsachverständigen verweisen darauf, dass es die größte Rodung in den letzten 30 Jahren im Bezirk Schärding wäre und dass die Erhaltung des Waldes sehr stark im öffentlichen Interesse liegt. Letztendlich beurteilt die Aufsichtsbehörde Land OÖ, dass die geplante Widmung gesamtfachlich klar abzulehnen ist. „Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass der Projektbetreiber und die Gemeinde nach diesen eindeutigen ablehnenden Stellungnahmen, die Widmung weiter vorantreiben möchten“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.